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Fünf Schritte zur Entstehung eines PikoParks

1. Ein engagiertes Wohnungsunternehmen finden

Viele Wohnungsunternehmen sind daran interessiert, sich für ihre Mieterinnen und Mieter zu engagieren. Sie sind offen für Projekte, attraktive Aufenthaltsbereiche mit dem Schutz der heimischen Artenvielfalt zu verbinden. Für die Gestaltung eines PikoParks stellt ein Wohnungsunternehmen eine Fläche von ca. 300 Quadratmetern zur Verfügung und ist bereit, den Prozess über das eigene Sozialmanagement, den Nachbarschaftsverein oder das Quartiersmanagement zu unterstützen.

2. Festlegung der Modellflächen

Der Standort sollte möglichst halböffentlich gewählt werden, um die Strahlkraft im Quartier zu erhöhen.

3. Zivilgesellschaftliche Akteure im Wohnquartier gewinnen

Diese Akteure sind Personen, die schon im Verbund mit dem Quartiersmanagement, Nachbarschaftsverein oder Sozialmanagement des Wohnungsunternehmens operieren oder auch interessierte Personen, die eine Initiative oder einen Verein vor Ort gründen, die einen PikoPark-Prozess anstoßen und begleiten wollen. Sie bilden die Schnittstelle zu Mieterinnen und Mietern, Anwohnerinnen und Anwohnern, weiteren Interessierten und dem Wohnungsunternehmen. Ebenso intiieren und bewerben sie die Veranstaltungen, die zum Beteiligungsverfahren gehören.

4. Die Anwohnerinnen und Anwohner beteiligen – Veranstaltungen für die Entstehung des PikoParks

Infoveranstaltung
Alle Anwohnerinnen und Anwohner werden an einem zentral zugänglichen Ort zu einer Infoveranstaltung eingeladen, auf der über das Vorhaben informiert wird und alle miteinander ins Gespräch kommen können.

Beteiligen – die Ideenwerkstatt
Wünsche und Ideen sind gefragt! Nach der Moderationsmethode des „Dillinger Models“ wird eine Ideenwerkstatt durchgeführt. Die Gartenbau-Fachplanerin oder der -Fachplaner, die mit dieser Methode vertraut sein sollten, zeichnet im Anschluss den Gestaltungsplan. Ist dieser mit allen Beteiligten abgestimmt, kann es an die Umsetzung gehen.

Umsetzen – ein kleiner Park entsteht
In gemeinsamen Aktionen und unter professioneller Anleitung werden z. B. Trockenmauern gebaut, es wird gesät, gepflanzt, es werden kreative Gestaltungselemente angefertigt (z. B. Nisthilfen, ein Insektenhotel oder Skulpturen). Über die Freude am gemeinsamen Gestalten soll sich hierüber eine Interessensgemeinschaft bilden können, die den PikoPark langfristig pflegen möchte.

Feiern – wenn alles fertig ist
Der kleine naturnah gestaltete Park, der „PikoPark“, wird eingeweiht! Die Mieterinnen und Mieter und Anwohnerschaft, die bei der Entstehung des PikoParks mitgewirkt haben, werden gewürdigt. Altbekannte und neue Nachbarinnen und Nachbarn feiern gemeinsam die Eröffnung des PikoParks.

Pflegen – gemeinsam unter Anleitung
Im Frühjahr und Herbst soll der kleine Park gepflegt werden. Wie die naturnahe Fläche richtig gepflegt wird, vermitteln Naturgärtnerinnen und Naturgärtner entsprechend den Jahreszeiten. Vier angeleitete Pflegetreffen befähigen die Teilnehmenden, die Pflege später selbstständig im kleinen Park vor ihrer Haustür zu übernehmen.

5. Auswahl der Fachreferentinnen und Fachreferenten der Gartenbaufachbetriebe

Die gartenbauliche Hauptarbeit für den PikoPark übernimmt ein Fachbetrieb.
Für eine naturnah zu gestaltende Parkanlage ist eine entsprechende Expertise der Fachkräfte (Fachreferentinnen, Fachreferenten Naturgartenbaufachbetriebe) erforderlich. Dazu gehören insbesondere Fachwissen zur standortspezifischen Pflanzenauswahl, zur fachgerechten Pflege sowie Kenntnisse über die heimische Flora und Fauna und deren Anforderungen an den Lebensraum.

Die gartenbauliche Vorbereitung der Fläche, wie z. B. die Anlage der Wege, die Vorbereitung der Pflanzflächen, die Bestellung und Anlieferung des Materials (Bodensubstrat, Pflastersteine, Pflanzgut, Trockenmauersteine) etc. wird durch einen Fachbetrieb durchgeführt.

Bei Bedarf vermittelt der Naturgarten e.V. über seine Webseite Referentinnen und Referenten und Naturgartenfachbetriebe, die entsprechende Kenntnisse aufweisen.

 

Das Projekt wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

Förderer

BMU 2018 Web de

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Ein Projekt des

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Verbundpartner

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Kooperationspartner des WILA

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